Besichtigung: worauf Sie achten
Ein Nachmittag im Haus sagt mehr als jede Website und jeder Vermittler. Kommen Sie ohne Termin oder zu einer anderen Zeit als vereinbart – gute Häuser haben damit kein Problem. Diese Liste ist in der Reihenfolge, in der Sie das Haus erleben.
Beim Ankommen
- Geruch im Eingang und auf den Fluren. Urin oder starke Desinfektion sind beides Warnzeichen; neutral oder Essen ist gut.
- Wo sind die Bewohner? Um 11 Uhr sollten sie im Aufenthaltsraum, im Garten oder bei einer Aktivität sein, nicht in den Betten.
- Wer öffnet, wer begleitet? Eine Pflegekraft, die Bewohner beim Namen nennt – oder eine Vertriebsperson?
- Aushang. Zulassungsurkunde (zezwolenie wojewody), Wochenplan (plan tygodnia), Speiseplan (jadłospis), Beschwerdeweg. Fehlt der Aushang, fragen Sie nach der Registernummer und prüfen Sie sie (Anleitung).
Personal (zu fragen)
- Wie viele Pflegekräfte pro Schicht für wie viele Bewohner? Tags 1:8 bis 1:10 ist gut, nachts 1:20 bis 1:25 üblich. (Ile osób personelu na zmianie?)
- Wie viele davon examinierte Pflegefachkräfte (pielęgniarka), wie viele Betreuungskräfte (opiekun)?
- Wer ist nachts da, und ist die Person wach oder in Bereitschaft?
- Wie lange arbeitet die Pflegedienstleitung (kierownik) schon im Haus? Wechsel unter einem Jahr sind ein Zeichen für Probleme.
- Wer spricht Deutsch – und in welcher Schicht? (Was belegt ist)
Pflege und Medizin
- Welcher Arzt kommt wie oft? Hausarzt wöchentlich ist Standard; fragen Sie, wer im Notfall entscheidet.
- Wie werden Medikamente bestellt, gestellt, dokumentiert? Lassen Sie sich die Dokumentation eines Bewohners (anonymisiert) zeigen.
- Physiotherapie: im Haus, wie oft, einzeln oder Gruppe, inklusive oder extra?
- Demenz: gibt es einen geschützten Bereich, wie geht das Haus mit Weglauftendenz um, gibt es Fixierungen (nur mit ärztlicher Anordnung und dokumentiert)?
- Dekubitus-Rate, Stürze im letzten Jahr – ein Haus, das die Zahlen nennt, hat sie.
- Sonden, Beatmung, Dialyse: was das Haus nicht leisten kann, muss im Vertrag als Kündigungsgrund stehen – besser vorher wissen.
Zimmer und Haus
- Zimmergrößen, Betten pro Zimmer (Gesetz: maximal 3), eigenes Bad oder Etagenbad.
- Pflegebett elektrisch, Rufanlage erreichbar vom Bett, Handläufe im Bad.
- Können eigene Möbel, Bilder, ein Fernseher mitgebracht werden?
- Aufzug, Schwellen, Rollstuhlwege nach draußen.
- Garten oder Terrasse – und ob Bewohner dort tatsächlich sind.
Alltag
- Speiseplan der Woche ansehen; fragen, wie Diäten (Diabetes, Schluckstörung) umgesetzt werden.
- Essenszeiten und ob Hilfe beim Essen im Preis ist.
- Aktivitäten: wer leitet sie, wie oft, für Bettlägerige auch?
- Besuchszeiten (gesetzlich nicht einschränkbar), Übernachtung von Angehörigen möglich?
- Deutsches Fernsehen, Telefon, WLAN.
Vertrag und Geld
- Preis für Ihren Pflegegrad und das gewünschte Zimmer schriftlich – nicht „ab“.
- Preisliste für Zusatzleistungen (cennik usług dodatkowych) mitnehmen.
- Kaution, Kündigungsfrist, Preisanpassung, Abwesenheitsregel (was im Vertrag stehen muss).
- Probewohnen: Dauer, Preis, eigener Vertrag.
- Wie viele deutsche Bewohner leben aktuell im Haus, und dürfen Sie mit einer Familie sprechen?
Danach
Notieren Sie im Auto drei Dinge, die Sie gestört haben. Wenn eines davon Personal oder Geruch war, streichen Sie das Haus. Alles andere lässt sich klären.